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30. November 2007

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Tanke gewinnt Testwahl

Schüler wählen Landtagskandidaten

- Politiker auf dem Rundschau - Podium zu Zielen, Schulreform, Umwelt- und Verkehr

Schülerwahlzettel: Vorher - Nachher
Wahlzettel - Ergebnis: Vorher / Nachher
GIFHORN. Engagiert befragten gestern 129 Schüler des Humboldt-Gymnasiums fünf Landtagskandidaten aus dem Südkreis zu Zielen, Schulreform, Umwelt und Verkehr. Veranstalter der Podiumsdiskussion war die Rundschau. Die anschließende Testwahl gewann mit Vorsprung Detlef Tanke (SPD).

Punkt 14 Uhr eröffnete gestern Rundschau-Redaktionsleiter und Moderator Michael Kothe in der Aula des Humboldt-Gymnasiums die Podiumsdiskussion mit den Kandidaten für die Landtagswahl im Gifhorner Südkreis: Matthias Nerlich aus Leiferde (CDU), Detlef Tanke aus Hillerse (SPD), Nicole Wockenfuß aus Gifhorn (Grüne), Thomas Wipper aus Adenbüttel (FDP) und Edmond Worgul aus Calberlah (Die Linke).

Matthias Nerlich (CDU) sieht sich trotz großer Arbeitsbelastung auch weiterhin motiviert, im Landtag mitzuarbeiten. Seine bisherigen Leistungen seien der Einsatz für die Polizeireform, das beitragsfreie Kindergartenjahr und die Verkleinerung des Landtags. Bei der Bildung steht er zur Dreigliedrigkeit des Schulsystems. Er verteidigt Studiengebühren, "um die Hochschulen zu stärken". Ebenso befürwortet er den Ausbau von B4, A 39 und Regiostadtbahn.

Detlef Tanke (SPD) will seine vielfältigen Erfahrungen als Kommunalpolitiker in den Landtag einbringen. Er lehnt die Dreigliederigkeit ab: "Die Bildungsabschlüsse hängen von der sozialen Herkunft ab", ärgert er sich. So will er die Studiengebühren abschaffen. Auch Tanke ist für den Ausbau der B4, der A 39 und die Regiostadtbahn. "Das Land hat aber für die Regiostadtbahn Mittel zweckentfremdet."

"Ich will oben mit der Erfahrung von unten mitwirken", erklärte Nicole Wockenfuß (Grüne). Bei der Bildung sieht sie die neunjährige Basisschule, ein gebührenfreies Erststudium und eine vermehrte Ganztagsbeschulung als dringlich an.

Thomas Wipper (FDP) möchte mehr "normale" Leute, "nicht so viele Lehrer und Juristen", im Landtag sehen. Die Studiengebühren hält er für "asozial".

Edmond Worgul (Die Linke) will mehr soziale Gerechtitkeit und sieht "in der Bildung einen Wert an sich." Beide sehen den Ausbau der B4 als sinnvoll an. Die Schüler waren aufgerufen, vor und nach der Diskussion "ihren" Landtagskandidaten zu wählen.




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